kuehlhaus AG

Internetagentur Mannheim
N7, 5-6
68161 Mannheim

Chief Innovation Officer

Interview

Was macht ein Chief Innovation Officer?

Clemens Weins steht Rede und Antwort

Immer auf dem neuesten Stand bleiben 

Noch ist die Rolle des Chief Innovation Officer lediglich in recht wenigen Unternehmen besetzt – obwohl sie für den Fortschritt eines Unternehmens zentral ist. Ein Chief Innovation Officer ist dafür verantwortlich, dass im Unternehmen die richtigen Innovationen gefördert werden und die Einführung dieser koordiniert wird. Weil Innovation bei kuehlhaus großgeschrieben wird, haben wir in Clemens Weins auch einen Chief Innovation Officer. Aber was genau sind seine Aufgaben? Genau das hat er in einem Interview selbst beantwortet.

Clemens, wie lange bist du schon Chief Innovation Officer bei kuehlhaus?

Das bin ich seit Februar 2017.

Wie bist du zu der Rolle gekommen? Hast du vorher schon einmal in die Richtung Innovation gearbeitet?

Das entstand aus meinem persönlichen Werdegang. Ich habe früher beim Deutschen Forschungszentrum für künstliche Intelligenz gearbeitet, zuerst als Student und dann später als Mitarbeiter. Da hatte ich bereits viel mitbekommen, was innovative Technologien angeht. Mich interessiert sehr, wie sich ein Markt entwickelt und was in den nächsten Jahren passieren wird. Interessant ist dabei für mich nicht nur, was innovativ oder technologisch möglich ist, sondern auch, was man konkret für die Wirtschaft und Gesellschaft nutzen kann. Das will ich auf kuehlhaus übertragen und auf unser Portfolio.

Was genau sind deine Aufgaben als Chief Innovation Officer bei kuehlhaus?

Auf jeden Fall den Markt zu beobachten. Ich schaue mir zusammen mit unserem CEO, Christian Reschke, an, welche Technologien für unsere Kunden relevant sind und auf welche Technologien unsere Kunden gerade aufspringen. Meistens sind diese zwar noch neu, aber bei den Nutzern schon in aller Munde, wie diverse Sprachsteuerungstools oder Virtual Reality-Anwendungen. Ich überlege mir, wie wir diese Technologie in unserem Unternehmen nutzen und integrieren können, um sie dann als Service für unsere Kunden anzubieten. 

Wie läuft der Einführungsprozess einer Innovation bei kuehlhaus ab?

Zuerst einmal kommt der Kunde, der Accounter des Kunden oder ein anderer Mitarbeiter von kuehlhaus auf mich zu. Dieser erzählt mir von einem Thema, das gerade aktuell ist und fragt, ob wir dazu nicht eine Idee haben. Ich schaue mir das Thema dann genauer an. Wenn ich feststelle, dass sich diese Idee auch in Geschäftsbedürfnisse ummünzen lässt, analysiere ich, welcher entsprechende Aufwand auf uns und den Kunden zukommen würde. Entscheidend für mich ist, zu wissen, ob wir in kurzer Zeit intern Kompetenz aufbauen können oder Partner haben, die in diesem Bereich schon tätig sind. Dann können wir daraus einen allgemeinen Business-Case machen, dem Kunden den Service also anbieten und auch für ihn entwickeln.

Wie geht es weiter, wenn sich für die Einführung einer Innovation entschieden wurde?

Die Entwicklung von Proof-of-Concept treiben wir regelmäßig voran. Dabei helfen oft Hackathons – also am Wochenende zusammenkommen und etwas Spannendes kreieren. Wir leben bei kuehlhaus eine Hands-on-Kultur. Wir brauchen die Technologie zum Anfassen im Hause. Wir haben zum Beispiel unser kleines Innovation-Lab hier in Mannheim. Dort können wir unsere Spracherkennungstools testen oder auch diverse VR/AR-Brillen ausprobieren. Mit der Technologie zu spielen, im wahrsten Sinne des Wortes, ist enorm wichtig. Es kam nicht nur einmal vor, dass ein Kollege mit der VR-Brille auf dem Kopf auf dem Boden kriechend im Lab vorgefunden wurde. 

Welche Technologien sind im Moment für uns und unsere Kunden relevant?

Für unsere Industrie-Kunden sind auf jeden Fall Virtual Reality und Augmented Reality relevant. Sehr hohes Potential sehe ich bei Sprachtechnologien, nicht nur wegen Alexa oder Siri. Der Bedarf wächst einfach, weil die Basis-Technologie endlich stabil funktioniert. Die Suche im Internet soll immer einfacher gehen und je einfacher es geht, desto komplexer ist die Technologie dahinter. Die Produktsuche unserer Kunden ist anspruchsvoll, weil deren Kunden wiederum erwarten, dass sie ein Produkt recht schnell und ohne Probleme finden können. Ganz nach dem Motto: „Bei Google und Amazon geht es doch auch“. Sie wollen wenig herumklicken, sondern einfach etwas eingeben, das Produkt sehen und es kaufen. Das ist eine Art und Weise der Nutzerführung, die hochkomplex ist und für die man entsprechend auch sinnvolle Technologien braucht. Sprachtechnologie ist da mittlerweile so weit, dass ich ein System sehr natürlich fragen kann: „Ich suche gerade ein blaues Hemd, Größe M – ach, und ein rotes auch für meinen Bruder.“ Dann sehe ich die Produkte, lege sie gerne auch per Sprache in den Warenkorb, bezahle und fertig.

Welche Technologie kannst du dir als Nächstes gut bei kuehlhaus vorstellen?

Ein großes Potential sehe ich darin, sich Sitecore und das Internet der Dinge genauer anzusehen, also die Vernetzung von Dingen und die Analyse davon, was sie tun, wenn sie untereinander vernetzt sind. Hier ein spielerisches Beispiel: Ich habe einen Kicker und ich weiß genau, dass der Ball im Tor ist, die blaue Mannschaft das Tor geschossen hat und der Ball eine gewisse Geschwindigkeit hatte, weil ich ihn gemessen habe. Dann wäre es doch interessant, diese Analyse in Sitecore zu sehen. Wie läuft das aktuelle Spiel? Wer führt? Wie schnell war der Ball? Wie viel steht es? Die Kombination aus Offline-Welt mit Online-Welt und deren Analyse finde ich extrem spannend. Das ist eigentlich State of the Art, das gibt es gerade überall. Alle probieren, alle basteln ihre eigene Lösung, aber es gibt nichts Standardisiertes fürs Web. Das ist ein nächster Schritt, den man aber noch gehen muss.

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